Savognin Bergbahnen
täglicher Betrieb bis am 25. Oktober 2020
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Savognin Bivio Albula

02.07.2020

«Tgesa Parc Ela» rückt einen Schritt näher

«In diesem Jahr werden wir neben vielem anderem auch entscheiden, auf welche Art und Weise wir unsere Zukunft angehen», mit diesen Worten eröffnete Paolo Giacometti, Präsident des Vereins Parc Ela die Mitgliederversammlung in Savognin. Neben einem Finanzbeitrag für das Besucherzentrum «Tgesa Parc Ela» am Bahnhof Tiefencastel, standen der Ausbau der Tätigkeiten mit drei neuen Stellen, die Informationskampagne «Parc Ela #noss_futur», die Erneuerung des Naturparklabels für weitere 10 Jahre sowie die Wahl sämtlicher Vereinsgremien im Zentrum der Versammlung.

Ein Traum, der den Parc Ela seit den Anfangsjahren begleitet, rückt näher: Die Mitglieder des Vereins Parc Ela sind damit einverstanden, 600'000 Franken Eigenkapital aufzulösen und in eine «Tgesa Parc Ela» zu investieren. Damit werden dringend nötige zusätzliche Büroarbeitsplätze für das wachsende Management-Team geschaffen. Die «Tgesa Parc Ela» soll aber auch ein Informations-, Bildungs- und Begegnungszentrum am Bahnhof Tiefencastel werden, wo Gäste, aber auch Einheimische und Zweitheimische willkommen sind. Der Bahnhof Tiefencastel ist ein idealer Standort: Er ist das Eingangstor in den Parc Ela für beide Talschaften und gut erschlossen für den öffentlichen und Individualverkehr. Die Tgesa Parc Ela wird sich als neue Perle an der «Perlenkette UNESCO» entlang der Albulalinie der rhätischen Bahn einreihen und für die Weiterentwicklung des Bahnhofareals von regionaler Bedeutung neue Impulse geben.

Um andere Anspruchsgruppen am Bahnhof Tiefencastel nicht zu behindern, setzt der Verein Parc Ela auf eine rückbaubare Lösung für 10 Jahre. Die Gespräche mit den Parkgemeinden, der Rhätischen Bahn, Post und Postauto sind weit fortgeschritten. Ein Vorprojekt für ein rückbaubares Gebäude in Quadrin-Bauweise der Uffer AG in Savognin ist ausgearbeitet. Und auch die Finanzierung ist auf gutem Wege: Die Parkgemeinden haben eine Anfrage um einen Finanzierungs- und Betriebsbeitrag positiv beantwortet.

 

Alle Vereinsgremien neu gewählt

Nach einer Amtsperiode von vier Jahren trat Karin Herrsche aus Savognin aus dem Vorstand zurück und wird neu in den Beirat gewählt. Gewählt als ihr Nachfolger in den Vorstand wird Adrian Ballat, der auch Mitglied des Vorstands der Gemeinde Surses ist. Zurückgetreten aus dem Beirat sind Michael Caflisch, Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden und Remo Fehr, Leiter Amt für Natur und Umwelt Graubünden. In der Labelkommission nimmt neu Jago Leyssens vom Hotel ABC in Chur anstelle des abgetretenen Kurt Künzli Einsitz. Der Präsident Paolo Giacometti, sowie alle bisherigen Vorstandsmitglieder werden für weitere vier Jahre bestätigt.

 

Informationen zur Label-Erneuerung 2022-2031

«Damit wir Park sein dürfen, müssen wir auch Park sein wollen», begann Paolo Giacometti das Traktandum zur Erneuerung des Naturparklabels. «Bloss ein Ja zum Parkvertrag reicht nicht, jetzt braucht es ein klares Bekenntnis von allen, die Chancen des Naturparks gemeinsam nutzen zu wollen.» Wie bei allen Naturpärken läuft das Naturparklabel nach 10 Jahren ab und der Parc Ela muss sich erneut beim Bund als Naturpark bewerben. Voraussetzungen dazu sind ein genehmigter Parkvertrag mit den Gemeinden sowie ein Managementplan für die nächsten 10 Jahre. Der Parkvertrag zwischen den Gemeinden und dem Verein Parc Ela regelt unter anderem den Perimeter, die strategischen Ziele, die organisatorischen Vorkehrungen und die finanziellen Verpflichtungen der Parkgemeinden. Die Vernehmlassung des Parkvertrags mit den Gemeinden hat sich verzögert. Leo Thomann, Gemeindepräsident Surses, orientierte persönlich über die Gründe: Die Gemeinde Surses hatte erfolglos beim Bundesamt für Umwelt eine Ausnahmebewilligung beantragt, um das Skigebiet Savognin auch künftig aus dem Naturpark auszuklammern. Nach dem abschlägigen Entscheid des Bundes, möchte die Gemeinde Surses nun weitere Anpassungen im Parkvertrag vorschlagen. So sollen vorhandene Ängste vor Einschränkungen entkräftet werden, damit die Gemeinde Surses weiterhin und mit dem ganzen Perimeter im Parc Ela mitwirken könne, erklärte Thomann.

Zwischen Oktober und Dezember wird dann die Bevölkerung von fünf Parkgemeinden an Gemeindeversammlungen über den bereinigten Parkvertrag befinden können. Der Kleine Landrat von Davos hat den Parkvertrag bezüglich Davos Wiesen bereits genehmigt. Der Managementplan, der die Ziele für die nächsten 10 Jahre beschreibt, ist in Arbeit. Ab August wird die Bevölkerung informiert und zur Mitwirkung eingeladen.

 

Wie sieht dein Park der Zukunft aus?

Bis zu den Abstimmungen fragt der Verein Parc Ela die Bevölkerung, wie ihr Park der Zukunft aussieht. Die Antworten der Informationskampagne «Parc ela #noss_futur» werden in Kurzvideos über die sozialen Medien verbreitet und auf www.parc-ela.ch/nossfutur zusammengefasst. Ziel ist es, eine Diskussion über den Parc Ela und seine Zukunft anzuregen. #noss_futur ist auch der Titel einer Sommerreihe mit Kurzexkursionen. Gemeinsam mit lokalen Partnern präsentieren jeweils am Mittwoch- und Samstagnachmittag Mitglieder des Managementteams zukunftsrelevante Projekte rund um die Themen Ranger, Weitwandern, Rohstoff Holz, Bergackerbau, Klima macht Schule, Gemüse und Berghummel, Bodenkunde, Bergvögel oder Früchtekorb der Zukunft.

 

Bild: Parc Ela-blau eingekleidetes Management-Team und Vorstand des Vereins Parc Ela präsentieren sich vor dem Corona-bedingt lose sitzenden Publikum.

Weitere Auskünfte

Dieter Müller, Geschäftsleiter Verein Parc Ela, dieter.mueller@parc-ela.ch, 081 508 01 13

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