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09.06.2020

ORIGEN FESTIVAL IM SOMMER 2020

Origens Sommer ist geprägt von Figuren des Mittelalters. Kaiser Karl reitet durch den Garten der Villa Carisch, Tristan residiert in der Burg, Franziskus singt in der kargen Scheune. Origen bringt ein Dutzend neue Produktionen auf die Bühne, erklärt Riom zum Festspieldorf, bespielt weite, luftvolle Räume, setzt auf lichte Zuschauerreihen und freut sich auf die schmerzlich vermisste Bühnenkunst.

 

Lange war unklar ob das Origen Festival heuer stattfinden kann. Origen Intendant Giovanni
Netzer verweist auf eine ganze Reihe von Szenarien, die man für die Jubiläumsausgabe
durchgespielt hatte. «Im März mussten wir an eine Absage des gesamten Festivals denken,
im April gab‘s ein reines Ausstellungsjahr, anfangs Mai sind wir von einer minimalen
Variante mit vereinzelten Aufführungen ausgegangen. Anfang Juni haben wir beschlossen,
das ganze Festival in neuen Räumen spielen zu lassen, um den behördlichen Weisungen zu
entsprechen.»

1. Das Festspieldorf Riom: Burgtheater, Sängersaal und Gartenbühne

Für Origen schmerzlich: Der Julierturm kann im Sommer nicht bespielt werden. Ebenso
wird die Commedia auf ihre Tour verzichten und nur in Riom spielen. «Wir fordern das
Schicksal nicht heraus. Es gilt Zuschauer, Künstler und Mitarbeiter zu schützen. Ein
markanter Teil unserer Besucher gehört zur Risikogruppe. Die Künstler stammen aus
Nachbarländern und Drittstaaten. Wir meiden darum bewusst beengte Platzsituationen,
lange Fahrten und kleine Räume.» Origen spielt heuer ausschliesslich in Riom. Der
überdachte Burgraum mit seiner natürlichen Luftzirkulation wird zum reinen Tanztheater
und beherbergt 32 Vorstellungen. Die 22 Konzerte finden in einer riesigen modernen
Scheune statt, dem «Sängersaal», der in diesen Wochen für die Aufführungen umgestaltet
wird. Die Commedia spielt im Garten der Villa Carisch, unter alten Baumbeständen, auf
einer eigens dafür errichteten Bühne. Alle Zuschauerräume sind im Schachbrettmuster
konzipiert: die Plätze vor, hinter und seitlich eines jeden Zuschauers bleiben frei und
erlauben eine wunderbare Sicht auf die Bühne. Die Aufführungen folgen einem klaren
zeitlichen Muster und gewährleisten die notwendigen hygienischen Massnahmen. Die
Gastronomie im Restaurant Taratsch, in der Villa Carisch und auf dem Dorfplatz von Riom
verfügt über 120 Plätze, viele davon im Freien. Die wunderbaren Salons der Villa Carisch
stehen den Besuchern ebenfalls zur Verfügung, wenn das Wetter nicht mitspielt. Das
temporäre Hotel Frisch öffnet seine Tore und belebt das Dorfzentrum. Riom verfügt über
ausreichend Parkmöglichkeiten. Der Besucher kann individuell anreisen, sich an sicheren
Tischen verköstigen, die von ihm gewählten Aufführungen besuchen. «Die Wege im Dorf
sind breit. Der leichte Nordwind hält die Luftströme in Gang. Die frische Luft hat ihren Preis:
Wir empfehlen warme Jacken für allfällig trübe Tage. Geübte Besucher unseres Festivals
kennen das: Der Sommerabend in den Bergen erfrischt Geist und Seele.»

Burg Riom, Savognin

2. Das Reisedorf Mulegns: eine Villa auf Schienen, ein Hotel als Baustelle

In Mulegns wurde während dem gesamten Lockdown gebaut. Die Verschub-Arbeiten an der Weissen Villa sind im Zeitplan. Ende August wird die Villa an ihren neuen Standort wandern. Im Post Hotel Löwe wurde in der Zwischenzeit intensiv geforscht, geräumt, gebaut. Die historischen Dokumente wurden archiviert, Möbel, Bilder, Geschirr, Textilien und Bodenbeläge wurden inventarisiert und sortiert. Der Hotelgarten wird zurzeit in Stand gesetzt. Martin Leuthold gestaltet zwei neue Zimmer, die im Juli eröffnet werden.

Eine Ausstellung des Inventars, über ein Dutzend Säle und Zimmer verteilt, zeigt den immensen kulturhistorischen Bestand und dient als Inspiration für die Gestaltung des zukünftigen Hotels. Die Installation ist im Juli und August geöffnet und wird individuell begehbar sein. Florence Ursprung eröffnet das Haus anfangs Juli und empfängt, erstmals seit der Ära Willi, eine kleine Anzahl von Gästen. Die Erfahrungen aus dem Probebetrieb sollen in die zukünftige Planung einfliessen. Der Historiker Basil Vollenweider hält eine Reihe von
Vorträgen in Mulegns und präsentiert fortlaufend den neusten Stand der kulturhistorischen Forschung. Giovanni Netzer präsentiert Zukunftspläne für Mulegns. «Wir möchten bereits im Herbst mit der Sanierung der Dächer und Fassaden in Mulegns beginnen. Wenn die Finanzierung gut läuft, wird das Haus in einem Jahr in alter Pracht erstrahlen: in einem sanften, eleganten und kostbaren Grün.»

3. Der Julierturm als Kostümfundus: textile Kostbarkeiten aus der Werkstatt

Im Julierturm werden Kostüme aus dem Origen-Fundus ausgestellt, die Aufführungen der
letzten 15 Jahre in Erinnerung rufen. «Wir zeigen die nie getragenen Kostüme der
Eröffnungsoper APOCALYPSE und spannen damit einen Bogen in das Gründungsjahr des
Festivals. Origens Jubiläumsjahr soll – zumindest am Rande – thematisiert werden. Der
Fokus der diesjährigen Ausgabe liegt definitiv auf der Zukunft.»

4. Das Thema des Sommers: Figuren, Legenden, Sagen des Mittelalters

Origen widmet den Sommer dem Mittelalter und stellt grosse Gestalten und wunderbare
Sagen aus dieser grossen Epoche zum künstlerischen Diskurs frei. Choreographen,
Chorleiter und Ausstatter sind aufgefordert, Figuren und Legenden des Mittelalters neu zu
interpretieren. 

Hier geht es zum Programm

Julierturm zum Origen Festival

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