Saisonstart der Savognin Bergbahnen
Ab dem 6. Juni 2020 mit Wochenendbetrieb
Saisonstart der Savognin Bergbahnen
Ab dem 6. Juni 2020 mit Wochenendbetrieb
Savognin Bivio Albula

27.03.2020

ORIGENS JULIERTHEATER SOLL BIS 2023 BESPIELT WERDEN

Origens Roter Turm auf dem Julierpass wurde 2017 errichtet und hat sich innert weniger Jahre zu einer europaweit ausstrahlenden Plattform für zeitgenössisches Bühnenschaffen entwickelt. Über zwanzig Uraufführungen wurden speziell für den Julierturm kreiert.

Der Spielplan des Roten Turmes wurde kontinuierlich erweitert, die Vorstellungen sind meist ausverkauft. Nun ersucht Origen um eine Verlängerung der Standzeit des Turmes bis August 2023. Der Grund: Origen ist auf die ganzjährig nutzbare Spielstätte angewiesen, um den erweiterten Spielbetrieb aufrechterhalten und die Folgen der Corona-Krise auffangen zu können. Bis 2023 sollen neue Bühnenräume in den Dörfern des Surses den Julierturm ersetzen. Die Nova Fundaziun Origen hat am 20. März bei der Gemeinde Surses und beim Amt für Raumentwicklung Graubünden ein Gesuch um Verlängerung der Standzeit des Roten Turmes auf dem Julierpass bis zum 31. August 2023 eingereicht.

Grund - Idee

Ursprünglich sollte der Turm nur bis Ende 2020 bespielt werden. Grund für den frühen Abbautermin war eine zurückhaltende Einschätzung der Attraktivität des Spielortes. Intendant Giovanni Netzer: «Wir sind davon ausgegangen, dass das Interesse an der Spielstätte nach drei Jahren nachlassen würde. Das Gegenteil ist eingetreten: wir haben die Anzahl der Vorstellungen in den letzten Jahren verdoppelt. Für Künstler aus ganz Europa ist der Julierpass zum Symbol für kreative Freiheit in grossartiger Natur geworden. Wenn wir im Herbst abbauen müssen, fehlt Origen ein ganzjährig bespielbares Haus. Wir müssten die Theaterproduktion um mehr als die Hälfte drosseln. Der Schaden wäre gross: für Origen und die gesamte Region.»

Kultureller Motor im potentialarmen Raum

Origen hat sich mit Hilfe des Turmes zu einem Magneten für das internationale Kulturschaffen entwickelt und gezeigt, das „potentialarme“ Räume einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Entwicklung im europäischen Raum leisten können. Das Juliertheater, das wie kaum ein anderes im Dialog mit der Natur steht und die Kraft des alpinen Raumes betont, fasziniert Kulturschaffende aus der ganzen Welt. «Im kommenden Sommer werden Künstler aus Paris, St. Petersburg, München, Wien, Zürich, Stuttgart und Den Haag auf dem Pass eine ganze Reihe von Uraufführungen realisieren – zusammen mit Chören und freischaffenden Künstlern unseres Kantons. Der Turm fördert einen sanften, substantiellen Tourismus in den Passtälern und eröffnet einer strukturschwachen Region neue Perspektiven, die im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung weitergeführt werden sollen.»

Überbrückung bis zur Fertigstellung neuer Spielstätten

Origen plant die Erstellung und Nutzung alternativer Kulturräume in den Dörfern des Surses, die den Wegfall des Julierturmes ab 2023 kompensieren sollen. «Wir brauchen den Roten Turm als Überbrückung für die kommenden drei Jahre, bis wir die Aufführungen in neue Räume verlegen können.»

 

Definitiver Abbau im Jahr 2023

Nach 2023 laufe die natürliche Haltbarkeit des Turmes ab, betont Intendant Giovanni Netzer: «Wir betrachten den Julierbau nach wie vor als einen temporären Bau, der in Analogie zur Vergänglichkeit des Theaters wieder verschwinden soll. Nach der jetzt vorgeschlagenen Standzeit von insgesamt sechs Jahren (2017 - 2023) werden sich erste bauliche Schäden einstellen, die einen Abbau verlangen. Die Bauteile des Turmes - Holz, Glas, elektrische Installationen, Bühnentechnik - werden für die neuen Infrastrukturen verwendet. Der Parkplatz auf dem Julier wird nach dem Abbau renaturiert, wie ursprünglich vorgesehen.»

Bedeutung in der Corona-Krise

Der Ausbruch des Coronavirus hat weitreichende Folgen auch für Origen. Das Festival musste bereits im Winter insgesamt acht Vorstellungen auf dem Pass absagen. «Möglicherweise müssen wir den ganzen kommenden Festivalsommer absagen, falls das Versammlungsverbot bestehen bleibt. Für Origen wäre das fatal: wir haben zehn Uraufführung für den diesjährigen Festivalsommer in Auftrag gegeben. Die einzige Option, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten und den beteiligten Mitarbeitern und Künstlern ihre existentiellen Einkünfte halbwegs zu sichern, ist eine Verschiebung des gesamten Sommer-Spielplans auf das kommende Jahr 2021. Dafür brauchen wir aber den Turm.»
Origen hofft auf eine wohlwollende Prüfung des Gesuchs durch die zuständigen Behörden und Interessensverbände. «Eine Verlängerung der Spielzeit auf dem Pass ist nicht nur für Origen von existentieller Bedeutung. Der Turm kann die nachhaltige Entwicklung der Region unterstützen, die kriselnde Hotellerie fördern und den freischaffenden Bühnenkünstlern helfen, die schwierigen Zeiten zu überstehen.»

Weitere Informationen
Weitere Informationen finden Sie unter www.origen.ch oder telefonisch unter +41 (0)81 637 16 81 sowie per E-Mail: info@origen.ch.

Wir verwenden Cookies. Mehr Informationen gibt es in der Rubrik Datenschutz

Ein Shared Service von Graubünden Ferien